Forum 1 – Geburt

Freitag, 25. Oktober 2019

Herausforderung Geburt – Wo stehen wir heute?

Trotz aller medizinischen Fortschritte und neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen: In der Geburtshilfe ist die Situation mehr als angespannt.
Warum? Das werden wir im FORUM GEBURT am ersten Kongresstag diskutieren und dabei die strukturellen Probleme und Ursachen transparent machen, sammeln und strukturieren.
Aber auch inhaltlich-fachliche Aspekte, wie etwa die Bedeutung des Mikrobioms, werden berücksichtigt.

Wir laden alle beteiligten Professionen – auch aus Forschung und Wissenschaft – herzlich ein, sich am Diskurs zu beteiligen, denn nur so werden wir wirklich etwas verändern können.

Samstag, 26. Oktober 2019

Herausforderung Geburt – Wo wollen wir hin?

Gemeinsam wollen wir am zweiten Kongresstag im Forum GEBURT neue und exemplarische Lösungsvorschläge entwickeln. Ganz konkret wird es um folgende Schwerpunkte gehen:

Minimalbesetzung vs. Qualitätsbesetzung
In vielen Kreissälen werden Planstellen nicht mehr besetzt, daher fehlt den Ärzt*innen wie den Hebammen die Zeit für eine qualitativ hochwertige Geburtshilfe. Der Blick über die nationalen Grenzen soll uns dazu anregen, funktionale Modelle europäischer Partnerländer auf die eigene Situation anzuwenden.

Kostenfalle – raus aus den DRG
Die „Tarife“ für die Geburt in der Klinik basieren auf Wirtschaftlichkeitsberechnungen, die den wenig kalkulierbaren Verlauf der Geburt (Stichwort Dauer!) nicht berücksichtigen. Eine bessere Bezahlung der Geburt entlässt die Geburtshilfe aus dem Krankenimage und spart mittel- und langfristig Kosten.

Bürokratieabbau – weniger ist mehr
Wachsende bürokratische Aufgaben binden Zeit und erschweren somit zusätzlich die gute Betreuung unter und nach der Geburt. Erst wenn diese fachfremden Aufgaben anderweitig übernommen werden, können wir uns unserer eigentlichen Arbeit zuwenden.

Schadensersatzklagen – wer gewinnt, hat Recht?
Die steigende Zahl der Schadensersatzklagen basiert zu weiten Teilen auch auf dem wirtschaftlichen System der Krankenkassen. Wenn ein Kind aufgrund von Fehlentwicklungen behandelt werden muss, egal aus welchen Gründen, suchen die Krankenkassen einen Kostenträger, in der Regel die Haftpflichtversicherungen der Ärzt*innen/Kliniken und Hebammen.

Dieses System provoziert Ängste. Ärzt*innen und Hebammen scheuen sich davor, teils unnötige Interventionen wegzulassen. Lieber zu viel als zu wenig, ist oft die Devise. Die Eltern reagieren verunsichert und haben Angst, ihr Kind zu gefährden. Hier für einen Bewusstseinswandel einzutreten, ist unser aller Aufgabe. Ansätze dazu sollen im Forum diskutiert werden.

Haftungsfonds statt Haftpflichtversicherung?
Ein Teufelskreis: Durch hohe Schadensersatzklagen erhöhen sich die Kosten und somit die Beiträge für Kliniken mit Geburtshilflichen Abteilungen, Hebammen und Ärzt*innen. Die Geburt eines Kindes ist aber von hoher gesamtgesellschaftlicher Relevanz, darüber wollen wir diskutieren. Geburtshilfe sichert den Fortbestand jeder Gesellschaft. Die mit Geburten verbundene Verantwortung und die entsprechenden Risken sollten nicht allein von einer Berufsgruppe von (medizinischen) Geburtshelfer*innen getragen, sondern solidarisch aufgefangen werden.

Forum 2 – Zu früh geboren

Die Vorstellung, ein Kind zu früh oder krank auf die Welt zu bringen sowie die Tatsache selbst ist für Eltern und für das dann betroffene Kind eine große Belastung.  Der Sorge hierum kann damit begegnet werden, dass die Gründe für Frühgeburtlichkeit erfasst und behandelt werden und die psychosozialen und organisatorischen Auslöse-, Stör- und Verletzungsfaktoren wahrgenommen und ebenfalls bearbeitet werden.

Um dem Frühgeborenen die Chance auf ein gutes Leben zu ermöglichen, sind hohe fachliche Kompetenz, entwicklungsfördernde Betreuung und Familienzentrierung in Neonatologie und Pädiatrie essentiell. Ambulante Pflege und Therapie sowie am gesamten System orientierte Nachsorgekonzepte tragen dazu bei, dass auch nach der Entlassung aus der Klinik eine möglichst gute Entwicklung stattfinden kann.

Vor, bei und nach der Geburt sind sowohl bei der Versorgung der Mutter wie des Kindes eine hohe fachliche und menschliche Kompetenz, aber auch interprofessionell und interdisziplinär vernetzte Versorgungsstrukturen nötig, die, um funktionieren zu können, des Vertrauens zwischen den Betroffenen und den Behandlern wie unter den Behandlern selbst bedürfen.

In einer Zeit wirtschaftlich begrenzter Ressourcen ist die Behandlung oft auf Prozesse und Organisationen ausgerichtet und nicht auf die Patienten und Familien. Durch Engpässe kommt es nicht selten zur Störung der wünschenswerten Versorgung, zu folgenreichem Verlust von medizinischer Kontinuität und Kongruenz und auch von Vertrauen und Sicherheit für Betroffene wie Beteiligte.

Freitag, 25. Oktober 2019

Zu früh geboren – Wo stehen wir heute?

Am ersten Kongresstag wollen wir die Situation der Frühgeborenen und der Kinder mit besonderen Problemen und Bedürfnissen betrachten, ihrer (werdenden) Eltern und Familien, und die der betreuenden und begleitenden Hebammen, Pflegenden und Ärzt*innen.

Wir haben dabei sowohl die Zeit der Schwangerschaft, die Zeit um die Geburt herum, als auch das weitere Leben im Blick.

Ziel ist, die bestmögliche körperliche und seelische Gesundheit zu erreichen, dabei Sorgen und Ängste zu reduzieren und Sicherheit, Freude und Resilienz zu stärken, sowohl bei den Betroffenen wie bei den Fachpersonen.

Samstag, 26. Oktober 2019

Zu früh geboren – Wo wollen wir hin?

Am zweiten Kongresstag wollen wir darüber diskutieren, wie Frühgeburtlichkeit vermindert werden kann und welche medizinische, psychosoziale und organisatorische Unterstützung die früh- und krank geborenen Kinder und ihre (werdenden) Eltern benötigen, wie die Behandlung und Versorgung im besten Fall aussehen sollte, was real in welchen Schritten erreicht werden kann, und welche Bedingungen die behandelnden Hebammen, Ärzt*innen und Pflegenden benötigen, damit dies möglich werden kann.

Forum 3 – Teamwork von Anfang an

Während Schwangerschaft, Geburt und erster Lebensphase des Kindes kommen Eltern mit vielen unterschiedlichen Berufsgruppen in Kontakt. Dabei hängt die Arbeit dieser Fachpersonen eng zusammen. Doch oft funktioniert die Zusammenarbeit nicht reibungslos. Bei allen Beteiligten entsteht Frustration. Im FORUM TEAMWORK VON ANFANG AN geht es im ersten Schritt darum, konkrete Lücken in der Zusammenarbeit zwischen Eltern, Frauenärzt*innen, Hebammen und Kinder- und Jugendärzt*innen aufzuzeigen. Im zweiten Schritt werden wir gemeinsam Vorschläge für neue Kooperationsformen entwickeln.

Freitag, 25. Oktober 2019

Teamwork von Anfang an?

Am ersten Kongresstag werden wir diskutieren, was schief läuft: Werdende Eltern suchen oft lange nach einer Hebamme (und danach nach einer Kinderärzt*in); die Zusammenarbeit von Hebammen und Frauenärzt*innen ist nicht immer einfach; Frauenärzt*innen und Kinder- und Jugendärzt*innen kommunizieren wenig miteinander aus; Geburtskliniken werden zentralisiert; es gibt kaum Austausch zwischen stationärem und ambulantem Sektor; auch Pädiater*innen und Hebammen könnten mehr voneinander profitieren. Über diese Herausforderungen wollen wir offen und konstruktiv diskutieren– immer mit dem Fokus auf der Frage: Was können wir besser machen?

Samstag, 26. Oktober 2019

Teamwork von Anfang an!

Am zweiten Kongresstag werden wir im  FORUM TEAMWORK VON ANFANG AN mit Eltern, Frauenärzt*innen, Hebammen und Kinder- und Jugendärzt*innen Lösungen entwickeln, wie wir die Kooperation untereinander stärken können.

Stichworte wie „Bedarfsplanung“, Entlastung von Bürokratie und von fachfremden Aufgaben, Sprechen einer gemeinsamen Sprache und vieles mehr werden wir – auch mit Vertreter*innen aus Politik und Krankenkassen – diskutieren. Im Dialog wollen wir exemplarische Modelle entwickeln, die uns helfen, die Herausforderungen gemeinsam zu meistern.

Forum 4 – Schwangerschaft 

Viel Vertrauen ist verloren gegangen – in der Geburtshilfe selbst, aber auch schon während der Schwangerschaft. Immer mehr Schwangere sind verunsichert und haben große Ängste. Angst vor den Veränderungen, Angst vor der Geburt, Angst davor, dass das Kind krank sein könnte. Auch wenn es (auf den ersten Blick) paradox klingt: Trotz zunehmender Früherkennung gibt es heute nicht weniger, sondern mehr besorgte Eltern.

Es ist lange her, dass eine Schwangerschaft vor allem eines hieß: guter Hoffnung zu sein. Im FORUM SCHWANGERSCHAFT möchten wir dieser Entwicklung etwas entgegensetzen. Wir wollen gemeinsam daran arbeiten, das Vertrauen zu stärken und mehr Raum für eine würde- und respektvolle innerliche Begegnung mit dem Ungeborenen zu ermöglichen.

Freitag, 25. Oktober 2019

Guter Hoffnung sein … Schwangerschaft zwischen Vorsorge und Vorfreude

Am ersten Kongresstag werden wir uns darüber austauschen, wie wir Schwangerschaft begleiten und vertrauensvoll der Geburt entgegensehen. Viele Frauen sind in dieser Phase seelisch empfindsamer. Diese offene Grundstimmung trifft auf eine Schwangerschaftsvorsorge, die vor allem nach Risiken und möglichen Problemen für Mutter und Kind suchen soll. Dabei geht es nicht nur darum, eine Erkrankung (wenn möglich) schon im Mutterleib zu behandeln oder Maßnahmen im direkten Umfeld der Geburt vorzubereiten. Auch die Frage, sich zu einer Schwangerschaftsunterbrechung zu entscheiden, kann bei Früherkennungsuntersuchungen im Hintergrund stehen. Gemeinsam wollen wir ausloten, wie wir das Ringen der Eltern um Entscheidungen begleiten können und welche Rollen Ärzt*innen und Hebammen haben.

Samstag, 26. Oktober 2019

Guter Hoffnung sein … Schwangerschaft zwischen Vorfreude und Vorsorge

Am zweiten Kongresstag wird es im FORUM SCHWANGERSCHAFT darum gehen, welche Rahmenbedingungen wir brauchen, um Risikofrüherkennung in Obhut zu verwandeln: mehr aufmerksames Hinhören; mehr Zeit, vergütete Zeit, die die Begleitung in der ambulanten und stationären Medizin ermöglicht. Dabei wird der Fokus auf einer verbesserten interprofessionellen Zusammenarbeit liegen, so wie sie auch im Nationalen Gesundheitsziel „Gesundheit rund um die Geburt“ gefordert wird: Frauenärzt*innen, Hebammen und Psychotherapeut*innen arbeiten gemeinsam, Kinder- und Jugendärzt*innen und sowie Pädagog*innen treten bei Bedarf hinzu.

Wir werden über unsere Rollen diskutieren, immer unter Berücksichtigung des Besonderen und Einmaligen jeder Berufsgruppe. Auch die Eltern sind gefragt – was wünschen sie sich, um wieder mehr Vertrauen entwickeln zu können und um die Bindung zum heranwachsenden Kind zu vertiefen?

Forum 5 – Elternkompetenz 

Mit dem Beginn der Schwangerschaft ist eine Frau (und idealerweise auch ihr Partner) für alle Belange ihres ungeborenen Kindes zuständig. Ihr Körper versorgt das Ungeborene und die Mutter trifft alle Entscheidungen, die dessen Wohlergehen betreffen. Unsicherheiten und Ängste werden durch eine gute Begleitung und Beratung durch Hebamme, Frauenärzt*in, Kinder- und Jugendärzt*in und durch die eigene Familie aufgefangen. Die frischgebackenen Eltern werden immer kompetenter.

Soweit die Theorie. In der Praxis sieht die Situation oft ganz anders aus. Viele Mütter und Väter empfinden sich nicht als kompetent, wenn es darum geht, zu entscheiden, was dem Kind denn wirklich guttut. Sie fühlen sich unsicher und suchen vermehrt professionelle Hilfe.

Im FORUM ELTERNKOMPETENZ  möchten wir uns – gemeinsam mit Ihnen und kompetenten Fachleuten – mit den Gründen für diese Entwicklung auseinandersetzen und gemeinsam Lösungen für neue Wege entwickeln, um Eltern in ihrer Kompetenz und vor allem auch im Vertrauen auf die eigenen Fähigkeiten zu stärken.

Freitag, 25. Oktober 2019

Elternkompetenz stärken – Können Eltern das?

Am ersten Kongresstag werden wir diskutieren, welche unserer heutigen Rahmenbedingungen dazu beitragen, dass Eltern das Gefühl haben, ihre Kompetenz nicht ausreichend ausbilden zu können und sich schnell überfordert fühlen. Im Gespräch mit Elternvertreter*innen wollen wir ausloten, wo es Probleme gibt. Kurz: Sind die Rahmenbedingungen unseres Gesundheitssystems förderlich oder hinderlich, um Elternkompetenz zu entwickeln?

Samstag, 26. Oktober 2019

Elternkompetenz stärken – Eltern können das!

Am zweiten Kongresstag wird es im FORUM ELTERNKOMPETENZ  darum gehen, was wir brauchen, um Ängste und Unsicherheiten abzubauen. Dabei werden wir folgende Fragen erörtern und Lösungsvorschläge entwickeln: Kann eine Stärkung der Elternkompetenz die Gesundheit des heranwachsenden Kindes positiv beeinflussen? Welche Rolle spielen Schwangerschaft und Geburt für das Hineinwachsen in die Elternrolle? Wie können Fachleute – Ärzt*innen und Hebammen – in dieser Zeit positiven Einfluss nehmen? Wie gelingt es, werdende und frische Eltern in ihrer Kompetenz zu stärken? Was können Kursangebote für werdende und neue Eltern leisten?

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